Familien beim PlanB-Training im Wald

Familie

Ein Wochenende, und ihr wisst, was zu tun ist

Drei Wochenenden im Jahr, sechs Ausbildungstage, die ganze Familie dabei.

Abends um sieben geht das Licht aus, im ganzen Quartier. Bei euch sucht niemand im Dunkeln nach der Taschenlampe. Ihr habt das geübt, alle zusammen, auch die Kinder. Jeder weiss, was er zu tun hat.

Kein Abendkurs

Familien haben keinen Trainingsrhythmus, sie haben einen Terminkalender. Darum zwei Tage am Stück, alle zusammen. Was ihr gemeinsam geübt habt, klappt im Ernstfall auch gemeinsam.

Kinder ab acht Jahren trainieren mit, altersgerecht und ohne Angstmacherei. Alleinerziehende sind ausdrücklich willkommen. Vorkenntnisse braucht niemand, das Material stellen wir.

Die drei Module könnt ihr einzeln oder übers Jahr verteilt besuchen. In der Reihenfolge Base, Medic, Travel bauen sie aufeinander auf.

Family Base

Ein Wochenende, zwei Tage

Strom weg, Netz weg, Heizung kalt. Family Base bringt euch durch die ersten Tage, ruhig und ohne Vorräte für ein halbes Jahr.

Der erste Tag gehört der Grundversorgung zuhause. Wasser bereitstellen und aufbereiten, wenn aus dem Hahn nichts mehr kommt. Wärme halten, ohne die ganze Wohnung zu heizen. Licht, Kochen und Kühlen ohne Strom, mit dem, was in eurem Haushalt schon da ist. Wir schauen gemeinsam an, was ihr wirklich braucht und was ihr euch sparen könnt.

Am zweiten Tag geht es um Organisation und Sicherheit. Wie ihr euch verständigt, wenn das Handynetz ausfällt. Wo eure Treffpunkte sind und wer wen holt, wenn die Kinder in der Schule sind und die Eltern bei der Arbeit. Wie ihr Nachrichten empfangt, wenn das Internet weg ist. Dazu die Sicherheit im und ums Haus, vom Verhalten an der Tür bis zum Umgang mit Leuten, die im Notfall plötzlich vor euch stehen.

Am Sonntagabend habt ihr einen Plan auf einer Seite, den jedes Familienmitglied kennt. Und eine kurze Liste mit dem, was noch fehlt. Meistens ist sie kürzer, als ihr gedacht habt.

Family Medic

Ein Wochenende, zwei Tage

Bis der Rettungsdienst da ist, seid ihr dran.

Wir üben die Situationen, die tatsächlich vorkommen. Starke Blutungen stoppen, mit Druck, Verband und Tourniquet. Eine bewusstlose Person richtig lagern und den Atemweg freihalten. Wiederbelebung mit Herzdruckmassage und Defibrillator, an Erwachsenen und an Kindern. Verbrennungen versorgen, von der heissen Pfanne bis zum Feuer im Garten. Stürze, Knochenbrüche und Kopfverletzungen beurteilen, damit ihr wisst, wann ihr sofort Hilfe holt.

Dazu kommen die Kindernotfälle, vor denen Eltern am meisten Angst haben. Verschlucken und Ersticken, Fieberkrampf, allergische Reaktion, Vergiftung. Ihr lernt, woran ihr die Lage erkennt und was ihr in der ersten Minute tut, ruhig und der Reihe nach.

Zum Schluss stellt ihr eure Hausapotheke und die Reiseapotheke zusammen, passend zu dem, was ihr im Ernstfall anwenden könnt. Die Kinder lernen den Notruf, den Ablauf und wie sie Hilfe holen.

Family Travel

Ein Wochenende, zwei Tage

Ferien sind schön. Vorbereitet sind sie entspannter. Mit Family Travel behaltet ihr unterwegs den Überblick, auch mit Kindern.

Es beginnt bei der Vorbereitung. Dokumente, Kopien und Notfallkontakte, Versicherung und medizinische Abklärung, und die Frage, was ihr über euer Reiseziel wirklich wissen müsst. Dazu ein Kommunikationsplan für den Fall, dass jemand verloren geht, mit klaren Regeln für die Kinder und einem Treffpunkt, den alle kennen.

Vor Ort geht es um Verhalten. Wie ihr euch in fremder Umgebung bewegt, in der Stadt, am Strand, im öffentlichen Verkehr. Wie ihr Menschenmengen einschätzt und wo ihr euch hinstellt. Wie ihr Taschendiebstahl, Trickbetrug und Ablenkungsmanöver erkennt und gar nicht erst interessant werdet. Was ihr in der Unterkunft in fünf Minuten prüft, von den Fluchtwegen bis zur Sicherung der Tür.

Der medizinische Teil bleibt praktisch. Hitze, Sonne und Flüssigkeitsmangel, Magen und Darm, Insekten und Tiere, Wundversorgung, wenn die nächste Praxis weit weg ist. Ihr lernt, wann ihr selbst behandelt und wann ihr abbrecht und Hilfe sucht.

So läuft ein Wochenende

Zwei Tage, kleine Gruppe, viel Üben und wenig Theorie. Ihr bringt mit, was ihr habt, den Rest stellen wir. Pausen und Tempo richten sich nach den Kindern.

Nach Hause geht ihr mit einem Plan, den alle kennen, und mit Handgriffen, die sitzen.

Euer Einstieg

Die Daten findet ihr unter Kurstermine. Es gibt nur wenige Familienwochenenden im Jahr, und die Gruppen bleiben klein. Steht gerade kein Termin, meldet euer Interesse über den Kontakt. Wer vorher Fragen hat, ruft an.